
Es ist uns ein großes Anliegen, diese Welt ein kleines Stückchen besser zu hinterlassen.
Philosophie
Regenerative Landwirtschaft bedeutet, den Mut zu haben, anders zu denken – und anders zu handeln. Es bedeutet, alte Muster zu durchbrechen, kreative Lösungen zu finden und das Neue mit offenen Armen zu begrüßen. Denn der Wandel beginnt mit der Entscheidung, nicht nur zu nehmen, sondern auch zurückzugeben. Zurückzugeben an den Boden, der uns trägt, an die Ökosysteme, die uns erhalten, und an die kommenden Generationen, die auf unsere Entscheidungen angewiesen sind. Dabei geht es nicht nur um Verantwortung – es geht vor allem um Freude.
Benedikt Bösel im Vorwort zu „Das große Bodenhandbuch“ von Jesse Frost

Boden
Der Boden ist unser wichtigstes Gut, er ist unsere Lebensgrundlage. Wir möchten ihn mit Respekt behandeln und uns um ihn kümmern.
Drei Prinzipien sind im Umgang mit dem Boden wichtig: Der Boden soll so wenig wie möglich gestört werden, er soll so weit wie möglich bedeckt sein und so weit wie möglich bepflanzt sein.
Die Struktur des Bodens wird bei uns durch spezielle Arbeitstechniken intakt gelassen, was zu einem lebendigen und gesunden Bodenleben und einem nährstoffreichen, lockeren und fruchtbaren Boden führt.
Wir arbeiten nach strengen Standards und verwenden keine Pestizide, Herbizide, Fungizide oder chemische Dünger.
Als Düngung verwenden wir bei unserem Fruchtgemüse die Schafwolle vom Nachbarn, ansonsten düngen wir mit Brennesseljauche.
Damit der Boden z.B. auch im Winter bedeckt ist, was für das Bodenleben essenziell ist, verwenden wir Gründüngung auf den Beeten. Eine Kur für unseren Boden also.
Saatgut
Wir verwenden ausschließlich samenfestes Saatgut, um Abhängigkeiten zu vermindern und Vielfalt zu gewährleisten. Wir setzen auf verschiedene Sorten einer Gemüseart, denn uns ist Vielfalt sehr wichtig. Auch haben wir eine besondere Liebe für alte Sorten und Raritäten entwickelt.
Wir beziehen unser Saatgut von der Firma Reinsaat, der Arche Noah und von der Sortenwerkstatt aus der Steiermark.
Erde & Jungpflanzenanzucht
Da wir so gut wie möglich nachhaltig wirtschaften möchten, ist unsere Erde für die Jungpflanzenanzucht zu 100 % torffrei. Wir haben uns bewusst gegen Torf entschieden, da der Torfabbau sehr klimaschädlich ist (gebundenes CO2 wird freigesetzt) und dabei wichtige Lebensräume wie Moore zerstört werden. Unsere Anzuchterde ist eine Bio-Erde mit Regenwurmkompost von der Firma Vermigrand aus der Region Wagram.
Unser Kompost für das Neuanlegen der Beete kommt von Stefan Pongratz aus Dobl und ist Bio-zertifiziert.
Biodiversität
Wir sind bemüht, mehr Biodiversitätsflächen zu gestalten. Module wie Käferkeller, Trockensteinmauer, Sandarium für Wildbienen, Totholzhaufen als Lebens- und Rückzugsort für z.B. Kröten, Anbau von Blumen als Nahrungsquelle für Insekten, Nistkästen für Vögel und vieles mehr wollen wir installieren.
In den nächsten Jahren soll in diesem Bereich so einiges passieren.


